Überdrucken?

Allgemeine Fragen rund um die Arbeit mit Scribus
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mikoel
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Überdrucken?

Beitrag von mikoel » Sa 31. Jan 2015, 22:07

Hallo zusammen,

Laut Wikipedia bewirgt überdrucken, dass beim Drucken Farben übereinander gedruckt werden, um Biltzer zu vermeiden.
Aber wann ist es sinnvoll die option zu aktivieren und wo nicht?

Ok ich habe Blitzer schon gesehen bei Text auf farbigem Hintergrund, also dort.
Dann habe ich im Forum gelesen, dass man bei Weißem text auf farbigen Hintergund die Option deaktivieren soll.
Aber wie ist es mit Bildern auf farbigem Hintergrund?
Und wie ist es, wenn die Bilder Transparenz haben?
Gibt es außer dem erwähnten noch andere Fälle, in dem man die Option deaktivieren sollte?

Danke für Eure Hilfe!!

mikoel

mikoel
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Re: Überdrucken?

Beitrag von mikoel » Mo 2. Feb 2015, 10:24

... neues Forum? Mit 9 Mitgleidern. Das sind also alle aktiven Mitglieder?

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Arran
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Re: Überdrucken?

Beitrag von Arran » Mo 2. Feb 2015, 14:45

No comment.

Marikus
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Re: Überdrucken?

Beitrag von Marikus » Fr 6. Feb 2015, 01:46

Hallo Mikoel,

Genau diese Frage hatte ich auch mal. Inzwischen kann ich Dir darauf, glaube ich, ganz gut antworten:

Überdrucken sollte standardmäßig immer abgeschaltet sein, da es, unbeabsichtigt aktiviert, zu möglicherweise unerwünschten Farbeffekten kommen kann.
Schwarze Texte (und auch sonstige schwarze Elemente) sollten idealerweise immer auf Überdrucken gestellt sein. Wenn sie auf reinem weißen Grund gedruckt werden, machts aber keinen Unterschied.
Zwar höre ich immer wieder, daß Druckereien das automatisch machen (schwarze Texte auf Überdrucken stellen), bei mir hat das allerdings noch keine einzige gemacht. Genaugenommen würde ich persönlich den Druckereien auch übelnehmen, meine Überdrucken-Einstellungen ungefragt zu verändern. Andere sehen dies vermutlich anders.
Einige Farbeffekte lassen sich mit der Überdruckeneinstellung ganz gut hinkriegen (Z.B. Farbige Schrift auf einem Bild, die durchscheinend aussieht. Dabei umgehst Du dann auch gleich das Problem, daß PDF1.3 keine Transparenten Objekte aufnehmen kann.
Da Scribus (zumindest unter Windows) das tatsächliche Aussehen des Dokumentes in diesem speziellen Fall in der Druckvorschau nicht ganz exakt als solche darstellen kann (es werden auch überdruckende Elemente aussparend dargestellt), und alle PDF-Anzeigeprogramme außer der Adobe Reader das Überdrucken ebensowenig darstellen können, mußt Du diesen benutzen und dort unbedingt auch "Überdrucken-Vorschau" einstellen. Nur dann hast Du eine einigermaßen gute Kontrolle darüber, was nachher herauskommt. Wenn es sich allerdings bei Dir ausschließlich um schwarze Texte handelt, die überdruckend sein sollen, wirst Du auf dem Bildschirm (so gut wie) keinen Unterschied sehen können.

Somit kann man Überducken nicht nur zur Textverbesserung hernehmen, sondern auch als kreatives Werkzeug, falls Du das möchtest. Das ist dann aber eher als seltener Sondereinsatz zu bezeichen (der bei mir jedoch regelmäßig vorkommt).

Falls Du wirklich damit ins Kretive gehen möchtest, mußt Du auch wissen, daß Überdrucken nach bestimmten Regeln stattfindet. Wenn Du z.B. ein 100% Magenta mit einem 1% Magenta überdruckst, wird am Ende dabei ein 1% Magenta herauskommen, was im ersten Moment vielleicht etwas unlogisch erscheint, da es dann wie "aussparen" bezüglich dieser Prozessfarbe ist.

Ein theoretisches Problem beim Überdrucken ist allerdings, daß man dort dann eventuell ohne es zu merken auf über 300% Farbauftrag kommen kann (wenn man z.B. eine 100%K-Schrift auf 100%Y100%C100%M druckt, aber ich glaube, das wird durch´s Farbprofil abgefangen, bin mir aber in diesem Punkt nicht sicher.

Und noch etwas: Die "Blitzer" am Rande von schwarzen Objekten auf farbigem Hintergrund, die im Offsetdruck durch Überdrucken vermieden werden, sind meist mikroskopisch klein, es sei denn, es handelt sich um Zeitungsdruck oder dergleichen, wo die Passerungenauigkeit das ganze sehr sichtbarmachen kann. Vermutlich würde niemand es merken, wenn Du Dein ganzes Leben lang nicht einmal die Überdrucken-Funktion nutzt. Im Digitaldruck (meist bei niedrigen Auflagen) brauchst Du in dieser Hinsicht eh kein Überdrucken, da dort normalerweise keine ungewollten Blitzer auftreten.
Und noch ein letzter Tipp: Verwechsel "Überdrucken" nicht mit "Überfüllen", einige kriegen das durcheinander. Das sind zwei alsolut unterschiedliche Dinge. Allerdings ist das nicht wichtig, da Scribus in der gegenwärtigen Version noch kein Überfüllen unterstützt.

Achso, Bilder: Dort niemals Überdrucken verwenden, sonst scheint alles durch (abhängig von den Farben), was unter den Bildern gedruckt ist, egal ob die Bilder Transparenz haben oder nicht. Ausnahme: Du willst genau diesen Effekt haben...
Viel Spaß mit Scribus!

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