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Lehrerin
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Beitrag von Lehrerin » Mi 11. Dez 2013, 09:59

Das Tüpfelchen auf dem i - Gebrauchsanweisung für Mikrotypografie: Zeilen- und Wortabstände, Nummern, Hilfs- und Wortzeichen, Akzente, Trennregeln, Aufzählungen, Zahlen, Korrekturzeichen etc. Mit über 100 Übungsfragen von Christian Stang , Franz W. Kuck (buch)

EAN:9783830714279
Verlag:Stiebner Verlag
Taschenbuch 12,90€
Sprache:Deutsch

Meine Rezension:
11.12.2013
„Gute Tipps, schlechte Softwareanbindung”
Durch eine Notiz in unserer Tageszeitung war ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Tatsächlich enthält es viele wichtige Informationen, gerade für den Laien, der seine Bücher selbst machen will.
Ärgerlich ist allerdings die Anbindung an MS WORD als Schreibprogramm, die so tut, als könne man damit einen ordentlichen Buchsatz gestalten. Das ist absolut das falsche Werkzeug, dafür gibt es Scribus, InDesign, Framemaker, Quark XPress usw. Auch die Kennzeichnung mit dem Hexadezimal-Unicode ist unpraktisch, man kann damit nichts anfangen. Die Angabe der dezimalen ALT-Codes, die praktisch in jedem Programm funktionieren wäre hier eine echte Hilfe gewesen.

Ich empfehle es trotzdem, denn es enthält viele Informationen, die so sonst nirgends zu finden sind.

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Arran
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Re: Buchtipp

Beitrag von Arran » Mi 11. Dez 2013, 12:25

Ich hoffe doch sehr, dass Du das auch als Leserbrief Deiner Tageszeitung und dem Verlag mitgeteilt hast... Abgesehen davon, dass auch die ausschliessliche Erwähnung von M$ Word schon mal ein sehr mieses Licht auf den Verfasser wirft. Es gibt immerhin noch mindestens 4 ebenbürtige Officeprodukte.

Das ganze hat man im Scribus-Kurs der Gimp-Werkstatt auch, sehr ausführlich. Ich kann mir vorstellen, dass wir hier den Administrator sogar bitten könnten ein entsprechendes Unterforum im Teil «DTP, Software, Hilfsmittel»* einzurichten.

* = typografisch korrekte Anführungszeichen, gemäss Walter Heuer, Chefkorrektor und Dozent an mehreren Typografenschulen. Zu beachten ist, dass diese Zeichen in Deutschland und ihrem Stallitenstaat :mrgreen: Österreich »Text« gesetzt werden, in der freiheitlichen :roll: Schweiz jedoch «Text». So kann man eigentlich sehr schnell herausfinden, ob ein Buch in der Schweiz erstellt wurde und wie intensiv ein Verlag auf dieses Detail Wert legt.

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Re: Buchtipp

Beitrag von th.giese » Mi 4. Jun 2014, 13:38

Lehrerin hat geschrieben:Ich empfehle es trotzdem, denn es enthält viele Informationen, die so sonst nirgends zu finden sind.

Lehrerin


Hallo,

"Scribus 1.4 kompakt" kennst aber auch? Das Buch ist im Brain-Media-Verlag erschienen und kostet inkl. einer DVD 29.80 €
Dieses Buch ist von mir eine uneingeschränkte Empfehlung.

Viele Grüße
Thomas
Viele Grüße aus dem Saarland
Thomas

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Re: Buchtipp

Beitrag von Lehrerin » Mi 4. Jun 2014, 16:56

th.giese hat geschrieben:"Scribus 1.4 kompakt" kennst aber auch? Das Buch ist im Brain-Media-Verlag erschienen und kostet inkl. einer DVD 29.80 €
Dieses Buch ist von mir eine uneingeschränkte Empfehlung.
Es ging nicht um Scribus, sondern um Typografie.
Die Crux in diesem Bereich ist, dass die Scribus-Anleitungen von Menschen geschrieben werden, die Schriftsatz nicht wirklich von der Pike auf gelernt haben, und Typografie-Bücher von Menschen, die sich mit Software nur beschränkt auskennen. Das ist ja auch die Kritik an dem von dir empfohlenen Buch. Ein Buch das falsche Anweisungen zur Typografie gibt, kann man nicht empfehlen, insbesondere Anfängern, die keine spezialisierte Ausbildung auf diesem Gebiet haben und die Spreu nicht vom Weizen trennen können.

Gruß
Lehrerin

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Arran
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Re: Buchtipp

Beitrag von Arran » Mi 4. Jun 2014, 18:33

Lehrerin hat geschrieben:... keine spezialisierte Ausbildung auf diesem Gebie ...
Wo gibt es denn die überhaupt noch? Höchstens noch rudimentär bei einigen höheren Grafiker-Ausbildungsstätten. Aber wenn die Hohe Politik nicht mal mehr in der Lage ist, die eigene Landessprache nach 10 Schuljahren so zu vermitteln, dass sie für alle verständlich und von groben Fehlern frei ist, ist Typografie leider wirklich nur noch Nebensache.

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Re: Buchtipp

Beitrag von dream_66 » Di 16. Sep 2014, 10:11

Das Tüpfelchen auf dem i - Gebrauchsanweisung für Mikrotypografie fand ich sehr gut... vielen Dank für die tolle Empfehlung! :D

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Re: Buchtipp

Beitrag von Arran » Di 16. Sep 2014, 11:18

Übrigens hat es auf Wikipedia mehrere ausgezeichnete Typografie-Seiten. Kostenlos, natürlich. Ausser meiner obligaten Spende von £100 jedes Jahr. Soviel ist mir Wikipedia immer wert.

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Re: Buchtipp

Beitrag von Lehrerin » Di 16. Sep 2014, 13:54

Ja, es ist schon erstaunlich, was die Leute, die auf Wikipedia schreiben, so alles wissen. Nur auf Gebieten, von denen ich etwas verstehe, sind die Artikel meist fehlerhaft. :P

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utnik
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Re: Buchtipp

Beitrag von utnik » Di 16. Sep 2014, 16:04

hallo lehrerin
Lehrerin hat geschrieben:Ja, es ist schon erstaunlich, was die Leute, die auf Wikipedia schreiben, so alles wissen. Nur auf Gebieten, von denen ich etwas verstehe, sind die Artikel meist fehlerhaft. :P
hier bewegst du dich auf etwas dünnem eis – wikipedia ist nicht so schlecht, wie du es machst.
halbwissen gibt es auch in gedruckten werken fast immer. ich finde beinahe in jedem fachbuch zu einem mir nicht ganz fremden thema spuren davon – auch in deinen arbeitsblättern… (ich will damit nicht sagen, dass deine unterlagen schlecht sind; um sich derartige rempeleien gegen online-nachschlagewerke leisten zu können, müssten diese aber auch extrem hohen standards genügen…)

gruss
utnik

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Arran
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Re: Buchtipp

Beitrag von Arran » Di 16. Sep 2014, 16:21

@ utnik: Bild

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